Heißluftdämpfer: App-solute Küchenhelfer

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Heißluftdämpfer

App-solute Küchenhelfer

Ohne Heißluftdämpfer sind Profiküchen kaum noch vorstellbar. Die technische Entwicklung dieser treuen Küchenhelfer schreitet immer weiter voran.

Ohne Heißluftdämpfer würde es in unserer Küche nicht gehen. Er gehört zu den allerwichtigsten Geräten hier.“ Das ist die Erfahrung von Wiebke Wöhler-Paradies. Seit mehr als zwei Jahrzehnten führt sie die Küche der Kommunalen Kindertagesstätte Lemwerder im niedersächsischen Landkreis Wesermarsch.

Die Hauswirtschaftsmeisterin und ihr Team bereiten täglich rund 160 warme Mahlzeiten zu. Von denen wird der Großteil an die eigene Außenstelle und einen weiteren örtlichen Kindergarten ausgeliefert.

Damit mittags das Essen pünktlich auf den Tischen steht, wird alles ab den frühen Morgenstunden vorproduziert. Natürlich können die Speisen über so viele Stunden nicht warm gehalten werden. Zum Regenerieren geht es darum kurz vor dem Transport noch einmal in den Heißluftdämpfer. Danach werden die Speisen in den Thermoboxen verstaut.

Auf Nummer sicher mit zwei Heißluftdämpfern

Kochen, braten, backen oder regenerieren – auch wenn der Heißluftdämpfer in der Kommunalen Kindertagesstätte in Lemwerder bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, so arbeitet er trotzdem sehr zuverlässig. Wiebke Wöhler-Paradies ist mit ihrem Küchenhelfer rundherum zufrieden: „Das Gerät ist mit seinen Programmen äußerst bedienerfreundlich und verfügt selbstverständlich über ein effektives Reinigungssystem. Das ist mir besonders wichtig.“

Gleich zwei Heißluftdämpfer hat Klaus Bischoff in seiner Küche einbauen lassen – einen elektrischen und einen mit Gasbetrieb, „um auf Nummer sicher zu gehen“, sagt er. Der Inhaber des Gasthauses Zur alten Schänke in Berne bei Bremen verrät: „Ohne die etwas älteren Leitungen übermäßig zu belasten, bringt ein gasbetriebener mehr Kilowatt in die Profi-Küche.“

Mit Leidenschaft verwöhnt der Chef seine Gäste mit einem bodenständigen Angebot von kalten Platten, Traditionellem und Saisonalem – wie Grünkohl, Spargel, Wild oder Fisch. Seit 40 Jahren und in zweiter Generation befindet sich der Betrieb im Familienbesitz. Dort stellen Bischoff und sein Team täglich bis zu 150 Mahlzeiten her.

„Ohne Kombidämpfer geht so etwas gar nicht“, beteuert auch er. Nicht zuletzt das Zubehör erleichtere die Arbeit (zum Beispiel die an den Heißluftdämpfer angeschlossene Handbrause für die schnelle Reinigung zwischendurch).

Im Catering-Bereich hat sich die Funktion des Regenerierens als besonders wichtig erwiesen. Schließlich ist es in den meisten Fällen erforderlich, dass alle Portionen zum selben Zeitpunkt gegessen werden können. Für die Betriebs- und Schulverpflegung dürfte das erst recht gelten.

„Zeit ist Geld“, heißt ein Sprichwort, das sich durchaus auf das moderne Essverhalten übertragen lässt. Während der Pausenzeiten herrschen in Kantinen und Mensen Hochbetrieb. Genaues Timing und Schnelligkeit sind darum hinter den Kulissen vor und während der Stoßzeiten unerlässlich. Deshalb werden die kalt angerichteten Teller auf einem Gestell im Heißluftdämpfer platziert und das Essen auf Verzehrtemperatur gebracht.

Koch wird nicht überflüssig gemacht

Als sehr zuverlässig und langlebig haben sich die Geräte erwiesen, die Klaus Bischoff bereits vor vielen Jahren im Rahmen der Umgestaltung in seine Küche einbauen ließ.

Doch die Entwicklung dieser treuen Küchenhelfer schreitet natürlich permanent weiter voran. Immer durchdachter und komfortabler passen sich die Geräte den unterschiedlichen Bedürfnissen an. Die Digitalisierung ist weiter auf dem Vormarsch. So erfassen Sensoren das jeweilige Produkt, damit es sicher verarbeitet werden kann. Die Geräte wiederum werden per Smartphone und App kontrolliert.

Nach Einschätzung von Branchenexperten wird der Heißluftdämpfer der Zukunft ein interaktives und kommunikatives Küchenassistenz-System sein, das mit einem unerschöpflichen Pool aus Chancen und Möglichkeiten dienen kann.

Der Koch kann und soll dabei nicht überflüssig gemacht werden, sondern auch künftig das Kommando haben. Aber seine Tätigkeit wird beträchtlich erleichtert. In Zeiten des sich zuspitzenden Fachkräftemangels ein wichtiger Aspekt: Wenn sich das Gerät per Touchscreen bedienen lässt, ist auch der Einsatz angelernter Kräfte viel leichter möglich.

Per Touchscreen zum perfekt gegarten Gericht, heißt also ein Trend bei den aktuellen Heißluftdämpfern, die aber darüber hinaus noch mehr Verbesserungen zu bieten haben. Pragmatisch zu bedienen, wirtschaftlich und effizient den verschiedensten Anforderungen des Kochens angepasst – das sind die neuesten Geräte. So vermelden es die Hersteller.