Trier

Laurentiustag

Die Porta-Nigra-Stadt Trier bot eine veritable Kulisse für das diesjährige Köche-Treffen.

„Um Kontakte zu knüpfen und einen schönen Tag zu verbringen – dafür ist der Laurentiustag ein wichtiger Termin, meinte Volker Egen, Landesverbandsvorsitzender Baden-Württemberg. Mit mehr als 45 Kolleginnen und Kollegen aus Heilbronn besuchte er den 30. Tag der Köche in Trier. Und für Dieter Greiner, Heilbronn, ist die Veranstaltung ein Dankeschön an die Partnerinnen. „Wir verbringen viele Wochenenden und Feiertage in der Küche, da ist die Teilnahme ein schönes Geschenk“. Einig waren sich alle, dass den Kolleginnen und Kollegen in Trier das Fest gelungen ist. „Wir wurden sehr herzlich empfangen und drei Tage verwöhnt“, erklärte Volker Egen.

Gute Stimmung herrschte bereits am Eröffnungsabend in der Europahalle. Mit einem typischen Büfett aus der Region verwöhnten die Gastgeber ihre Gäste. Ob Schwartenmagen und Sülze oder Trierer Weinfleisch mit Röstzwiebeln und Dippelappes, das Angebot fand großen Anklang. Und beim Dessert-Büfett blieb es meistens nicht bei einem Gang. Uwe Fusenig, 1. Vorsitzender des Vereins der Trierer Köche, versprach, dass sich Trier und die Moselregion von ihrer schönsten Seite präsentieren werden. Dank der guten Organisation, der sympathischen Gastgeber und großzügigen Sponsoren wurde das Versprechen optimal umgesetzt. Mit acht Leuten im Orga-Team und zahlreichen Helfern gelang es, innerhalb von ein paar Monaten ein erinnerungswürdiges Fest zu gestalten.

Einfallsreich holte sich Trier Unterstützung bei anderen Vereinen der Region. Für den freundlichen Service beim Mittagessen war beispielsweise die örtliche Musikkapelle verantwortlich. Im Gegenzug war der Zweigverein Trier bei deren Fest ein paar Wochen zuvor für das Essen zuständig. „Ohne diese Art von Arrangements ist die Durchführung einer solchen Veranstaltung kaum zu bewältigen“, erklärte Uwe Fusenig.

Alle richtig gemacht hatte der Zweigverein Trier an dem Wochenende. Mit dem traditionellen Marsch durch die Innenstadt zeigte die weiße Zunft Präsenz und erzielte große Aufmerksamkeit. Begleitet von schmissiger Musik eines Fanfarenzuges, einiger Römer-Darsteller und der Mini-Köche aus Trier, marschierten sie von der Porta Nigra bis zum Dom. Dort erlebten sie einen ökumenischen Gottesdienst, der Gastfreundschaft und Gastlichkeit in den Mittelpunkt stellte.

Beim anschließenden Mittagessen knüpften die Köchinnen und Köche wieder dort an, wo sie am Vorabend aufgehört hatten: neue Kontakte zu finden und alte zu pflegen. Rund 500 Köche aus Deutschland, Südtirol und Luxemburg waren angereist. „Wir haben gute Verbindungen zum Verein in Trier und zum VKD. Es ist für uns selbstverständlich, dabei zu sein“, meinte Armand Steinmetz, Präsident aus Luxemburg.

Zum Abschluss feierten die Köchinnen und Köche in der Europahalle bis spät in die Nacht. Verwöhnt wurden sie an diesem Abend von Mitgliedern der Deutschen Nationalmannschaft der Köche und den Köchen des Penta-Hotels. Das 5-Gang-Menü startete mit einer Maiscremesuppe, gefolgt von einem Avocado-Birnen-Apfel-Tatar. Im Zwischengang gab es Saibling mit Hummer-Mayonnaise und der Hauptgang bestand aus Rinderfilet. Das Dessert reizte die Geschmacksnerven mit Citrusaromen, Zartbitterschokolade und einem warmen Knusperball.

Landrat Günther Schartz, Schirmherr des Laurentiustages, freute sich, dass mit den Köchen auch eine Nationalmannschaft in Trier aufgetischt hatte. Ein Umstand, den er in naher Zukunft beim heimischen Fußballverein nicht so schnell erwartet. Dafür überreichte er Andreas Becker einen Scheck über 150 Euro für die Jugendarbeit des VKD. Für VKD-Präsident Andreas Becker war der 30. Laurentiustag eine ganz besondere Veranstaltung, denn zum ersten Mal feierte ein Präsident in seiner Heimat den Tag der Köche.