Designfrage Tabletops

Mut zu Form und Farbe

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Für den Gast sind Tabletops das Sahnehäubchen zum guten Essen. Die Maßstäbe der Caterer liegen jenseits der optischen Aspekte. Geschirr & Co. muss sich im Küchenalltag bewähren.

Was auf dem Tisch kommt, muss nicht auch gegessen werden. Beispiel: Geschirr, Besteck, Tischwäsche und Accessoires. Bei ihnen müssen aber Handling, Funktionalität und Design stimmen, und sie dürfen die Budgetplanung nicht sprengen, egal ob sie geliehen oder selbst angeschafft worden sind.

Die Zeiten, in denen sich Praktisches durch ein biederes und langweiliges Design auszeichnete, sind vorbei. Schönes ist heute auch robust. Ein Mix aus Basis-Teilen und trendigen Formen und Farben ist angesagt. Was die Hersteller im Programm haben, haben sie auf der Hamburger Internorga zur Show gestellt: 40 Firmen deckten dort gemeinsam eine 30 m lange Tafel ein und zeigten damit, was alles machbar ist.

Hinsichtlich des Designs war eine bestimmte Trendrichtung schwer auszumachen: gerade Linien, eckige Formen, puristisches Design – auf dem Tisch wird heute kühle Sachlichkeit mit Farbe und schlichten Accessoires kombiniert. Schnörkel und Reliefe sind weitestgehend out, zumindest dort, wo Geschirr, Gläser, Besteck und auch Tischwäsche in Mengen gebraucht werden. Dafür kommen kleinteilige Geschirre für Flying-Buffets immer mehr zum Einsatz.

Während das Design eine Frage des Geschmacks ist, kommt es beim praktischen Einsatz auf die Stapelbarkeit und Widerstandsfähigkeit an. Ist das Material nicht robust genug, brechen oder splittern Kanten ab. Die Wahl der Rohstoffe und das Produktionsverfahren gibt dafür den Ausschlag. RAK Porzellan zum Beispiel ist sich seiner guten Materialien und Verarbeitung bewusst und gewährt eine fünfjährige Kantenschlaggarantie auf die Flachteile fast aller Kollektionen. Gibt der Kunde Teller, Platten und Untere mit Kantenbruch oder Absplitterungen innerhalb dieses Zeitraums beim Händler zurück, liefert RAK Porzellan dafür kostenlosen Ersatz frei Haus.

Eine wegweisende Innovation stellt Kahla vor. Mit der Technologie Magic Grip präsentiert das Familienunternehmen aus Thüringen eine Neuheit, die die Funktionalität von Porzellan in mehrfacher Hinsicht erhöht: rutscht nicht, klappert nicht und kratzt nicht. Ein integrierter Silikonfuß sorgt für Standfestigkeit, dämpft Geräusche und schützt Oberflächen.

Die Idee ist nicht neu, und es wurde auch schon mehrfach daran getüftelt, heißt es. Kahla sei es jetzt gelungen, den Silikonfuß so mit dem Geschirrteil zu vereinen, dass er sich nicht löst und spülmaschinenfest, hygienisch und lebensmitteltauglich ist. Einem unwissenden Betrachter fällt er gar nicht auf. Die Silikonapplikation ist transparent und somit nahezu unsichtbar. Auf der Internorga gerieten die Besucher darum ins Staunen, wenn sich das Geschirr auf dem wippenden Tisch oder dem wackelnden Regal keinen Millimeter bewegte. Magic Grip umfasst das komplette Sortiment der Porzellanserie Dîner, Teile des Programms Elixyr und zahlreiche weitere Artikel für Fine Dining und Gemeinschaftsverpflegung.

Fotos: Kahla, Hepp, HMC Michael Zapf