Kölner Messe

Nach „Kölle” im Doppelpack

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Große Messen sind die Herausforderung

Für die Kölnmesse war die Performance der Kandidaten nach eigener Aussage insgesamt überzeugend. Aus Anlass der Vertragsunterzeichnung sagte Messechef Böse: „Aramark und Kirberg hatten nicht nur wirtschaftlich, sondern auch inhaltlich das beste Angebot.“ Er sieht optimistisch in die Zukunft: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Gemeinsam werden wir die hohe Qualität der Gastronomieservices auf unserem Messegelände aufrechterhalten und das Angebot weiterentwickeln.“

Kirberg wird künftig für alle Events und Veranstaltungen im Rahmen der Messe zuständig sein. Eine tolle Chance, aber natürlich auch eine heftige Herausforderung, vor allem dann, wenn bei den großen Messen viel parallel läuft. Das hat natürlich auch bei Kirberg organisatorische Veränderungen zur Folge. Das Unternehmen muss sich für diese neue wichtige Aufgabe entsprechend rüsten. So hat der neue Bereichsleiter bereits seine Arbeit aufgenommen. Das Team, das für Aramark den Transformationsprozess bis zum ersten großen Event 2017 leisten muss, arbeitet ebenfalls bereits. Natürlich sieht sich das Duo alles genau an, was man ab 2017 selber stemmen muss. „Wir werden alles im Vorfeld tun, damit es reibungslos voran geht“, gibt Vogel die Marschrichtung vor.

Dazu gehört auch, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen, d.h wer was macht, konkret abgestimmt wird. Jutta Kirberg sieht sich dabei vor allem für alle Events auf der Messe, ob in den Hallen oder in den Konferenzzentren – wo ihre besondere Handschrift gefragt ist – in der Verantwortung. Dabei sind natürlich auch sehr kölnspezifische Herausforderungen, wie die großen Karnevalssitzungen, die ebenfalls auf dem Messegelände stattfinden. „Ich bin froh, dass mein Team auch auf diesem Gebiet bereits Erfahrung hat“, sagt Jutta Kirberg.

Aber auch sie geht nach eigener Aussage völlig offen in den Abstimmungsprozess mit dem großen Partner. „Die Zusammenarbeit mit Aramark im Rahmen der Bewerbung hat bereits richtig Spaß gemacht“, so Kirberg gegenüber Catering inside. Für sie ist es natürlich dennoch wichtig, dass das Profil ihres eigenen Unternehmens dabei weiterhin klar erkennbar bleibt.

Jetzt gilt es also, die verbleibenden sechs Monate dazu zu nutzen, diese besondere Art der Zusammenarbeit zwischen den beiden so unterschiedlichen Catering-Unternehmen in ein für die Kunden spürbar positive Erlebnis zu verwandeln.

Aktiv für Aussteller und deren Kunden

Dabei geht es weniger um die Kölnmesse und deren Mitarbeiter. Deren Kantine im Messehochhaus wird weiterhin von einem anderen Caterer betrieben. Gesucht wurde ein Catering-Partner, der einerseits die Aussteller, zufriedenstellt, andererseits auch den Messebesuchern ein positives kulinarisches Erlebnis verschafft. Eine schlechte Leistung auf diesem Feld kann Auswirkungen auf vielen Ebenen haben. Wenn es dagegen gut läuft, stecken in den engen Verbindungen, die man mit den ausstellenden Unternehmen knüpfen kann, neue Umsatzchancen. „Messe ist ein Multiplikator“, weiss Jürgen Vogel.

Im Fall von Köln kommt dazu, dass hier nicht nur weltweit bedeutende Leitmessen wie die Internationale Möbel-Messe (IMM) am Start sind, sondern auch Top-Messen, die für den Caterer branchenrelevant sind, wie beispielsweise die Anuga. „Food und Gastro spielen in Köln eine besondere Rolle und bei dem Publikum gibt es diesbezüglich hier einen besonderen Anspruch“, ist sich Vogel bewusst. Hier müsse mit einem qualitativ hochwertigen Angebot, das die aktuellen Food-Trends aufgreife, gepunktet werden. Ebenso wichtig sei es, die digitale Zukunft gastronomisch zu begleiten.

Vogel: „Es freut uns sehr, dass wir mit unserem Konzept überzeugen konnten. Durch den Betrieb der Gastronomie an verschiedenen deutschen Messeplätzen und in vielen weiteren Veranstaltungslocations und Unternehmen bringen wir vielfältige Erfahrungen in die Zusammenarbeit mit der Kölnmesse ein.“ Dennoch ist er sich durchaus bewusst, dass Köln mit seinen vielen großen Messen, darunter auch die besucherstarke Publikumsmesse Gamescom, eine besondere Herausforderung darstellt. So fühlte er nach eigener Aussage „eine gewisse Anspannung, was auf uns zukommt.“ Sein neuer Kunde zeigte sich im Rahmen der Vertragsunterzeichnung optimistisch: Böse: „Die Art und Weise wie sich das Team hier präsentiert hat, gibt uns die Hoffnung, dass wir auf derselben Wellenlänge liegen.“