Home eat home

Zeitlos speisen

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Das Berliner Start Up „Home eat Home“ rüstet Kühlschränke digital auf, um dort frisch zubereitete Speisen jederzeit und überall verfügbar zu machen. Auch Caterer können von diesem Konzept profitieren.

Der Wunsch, zuhause für oder mit Freunden etwas Leckeres zu kochen, liegt seit einiger Zeit voll im Trend. Doch immer wieder scheitern motivierte Hobbyköche am gleichen Problem: Zeit. Gerade wer im Beruf stark eingespannt ist, hat nicht immer die Möglichkeit, sich stundenlang mit Kochbüchern und Rezepten zu befassen – und dann noch die Zutaten dazu einzukaufen. Genau diese Marktlücke hat das Berliner Start-up-Unternehmen „Home eat Home“ erkannt. Die Firma hat ein eigenes System entwickelt, das Kunden anbietet, fertig gepackte Zutatenpakete samt Rezept in kleinen Stationen zu kaufen – und das eigene Kocherlebnis sofort beginnen zu können. Auch für Catering-Unternehmen ist das Konzept attraktiv.

„Auf dem Foodmarkt bewegt sich sehr viel“, sagt Sebastian Esser, einer der Gründer von „Home eat Home“. „Doch gerade im Frischesegment sind die Gewinnmargen gering und die Produkte kurzlebig. Disposition und Management sind daher sehr schwierig.“ Er selbst spricht dabei aus Erfahrung: Schon neben seinem Studium in International Business in Madrid, Maastricht und London gründete Esser die ersten Firmen und arbeitete anschließend sechs Jahre bei einem Projekt für Lidl im Bereich Einkauf und Vertrieb. Dann sprach ihn das Coca Cola Founders Network an, ob er sich nicht eine Kooperation mit dem Getränkekonzern vorstellen könnte, der in Start-Ups investieren wollte. So kam nicht nur eine Zusammenarbeit zustande – er lernte darüber auch seinen Geschäftspartner Fried Große-Dunker kennen. Sie analysierten den Markt, sahen sich Mitbewerber an – und entwickelten daraus ihr eigenes Modell. „Die Lust zu kochen verspüren viele, die Spaß daran haben, am Herd zu stehen und die bewusst genießen wollen “, sagt Esser. „Aber gleichzeitig wünschen sie sich auch, dass ihnen ein Großteil der zeitraubenden Aufgaben auf dem Weg dorthin abgenommen wird. Das kuratierte Kochen liegt hier genau dazwischen.“ So experimentierten die beiden Gründer mit verschiedenen Ansätzen und testeten den Markt für vorgepackte Kochangebote aus einer Hand. „Die Kunden wollen vor allem flexibel sein und sich auf dem Weg nach Hause spontan fürs Kochen entscheiden können“, sagt Esser.