Snacks und Fingerfood

Gefragte Verwandlungskünstler

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Snacks und Fingerfood – ein weites Feld im Catering, und ein spannendes dazu. Einer der Trends sind Wraps, ein anderer fleischlose Angebote. Dabei sollten Caterer nie vergessen: Das Auge isst mit.

Kay Hiller gerät ins Schwärmen. „Wraps sind unkomplizierte Verwandlungskünstler“, weiß der Marketingleiter beim Service-Bund, der bundesweiten Einkaufs- und Dienstleistungscompany für das Gastgewerbe. Auch im Event-Catering werde das immer häufiger erkannt. Ebenso wie in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, stellen die in Teig gewickelten Köstlichkeiten im Catering eine Sandwich-Alternative dar. Und die wird populärer.

Facettenreiche Wraps

Als großer Vorteil gilt dabei, dass sich Wraps grundsätzlich mit allem „befüllen“ lassen, was schmeckt und gefällt. Zwar sind eher Füllungen zum Beispiel mit Gemüse oder Salat, Fleisch und einer dazu passenden Sauce üblich. Aber Wraps eignen sich ebenfalls für Füllungen, die etwas aus dem Rahmen fallen – beispielsweise mit Schokoladensauce oder mit Obst.

Wie facettenreich Wraps sind, illustriert Karl Hiller anhand eines Exempels aus der Praxis: „Ein abgekühlter, mit Frischkäse und Lachs gerollter Pfannkuchen kann rasch in einen Wrap verwandelt werden.“

Zu denjenigen, die gerne und häufig Wraps auftischen, zählt das im Großraum Köln/Bonn aktive Unternehmen M&M-Catering. Deren Sortiment besteht unter anderem aus dem „Wrap China“ mit Ingwer, Wokgemüse, Sesam und Sprossen, dem „Wrap Mozzarella“ mit Salat, Pestocreme, Mozzarella, Tomate und Ruccola oder dem „Wrap Hähnchenbrust pikant“ – bestehend aus Salat, Frischkäse, Hähnchenbrust, Dijonaise, Ei und saurer Gurke.

Nach eigener Darstellung ein Markenzeichen dieses Caterers: Auf besondere Ernährungsformen zum einen und auf Lebensmittelunverträglichkeiten zum anderen werde kompetent eingegangen, nicht zuletzt dank einer zertifizierten Qualifikation zur Ernährungsberatung. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang seien vegetarische und auch vegane Lebensmittel, heißt es aus der Firmenzentrale.

„Richtig so“, kommentiert Martin Jahn, Sous-Chef im Restaurant „Nordic Kitchen“ in Lübeck die wachsende Zahl von Angeboten zur fleischlosen Ernährung. In der Branche ist Jahn im vergangenen Jahr als 2. Sieger des Kreativwettbewerbs „Tartelette Phantasia“ des Unternehmens Hug aufgefallen. Er stellt fest: „Das Interesse an vegetarischen Gerichten nimmt auch bei uns im ´Nordic Kitchen´ kontinuierlich zu. Viele Gäste fragen danach. Und wenn es doch Fleisch sein soll, dann bitte aus der Region und in Top-Qualität.“

Käse-Spieße liegen im Trend

Martin Jahn meint, dass sich die Fleisch-ablehnende oder zumindest Fleisch-kritischere Entwicklung in der Gesellschaft im Bereich Snacks und Fingerfood noch wesentlich stärker widerspiegeln sollte.

Von Hersteller-Seite aus dürfte das kein Problem sein. Entsprechende Produkte sind bereits reichlich vorhanden, und laufend treten neue hinzu.

Beispiel Eins: Hersteller Aviko rührt die Werbetrommel für seine „Philadelphia Crispy Snacks“, die zusammen mit Mondelez International kreiert wurden. Bei diesen Häppchen umhüllt eine würzige Knusperpanade cremigen Frischkäse, und der wurde mit Schnittlauch verfeinert.

Beispiel Zwei: Alpenhain hat unter dem Markennamen „Royal“ zwei Käse-Spieße mit trendigen Geschmacksrichtungen eingeführt. Angeblich handelt es sich bei ihnen um die ersten tiefgekühlten Käse-Spieße für den Foodservice-Markt.

Die eine Variante mit Kirschpaprika kommt fein-rauchig daher. Und die andere ist mit Curry, Datteln und Aprikosen pikant abgeschmeckt.