How to feed the planet

Kurz die Welt retten

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Die Kampagne „How to feed the planet“ stand im Mittelpunkt des WACS-Weltkongresses in Stavanger.

Die weltweite Aufklärungskampagne von WACS schreitet voran. Seit zwei Jahren nutzt der Weltbund der Kochverbände (WACS) seine Kongresse, um Köchinnen und Köche die Macht, die sie bei der Gestaltung der Welternährung innehaben, näherzubringen. Auch der 36. Weltkongress der Köche Anfang Juli in Stavanger bot zahlreiche Ansätze dazu.

Der Verband der Köche Deutschlands war durch eine kleine Delegation mit Präsident Andreas Becker, Vizepräsident Karl Haaf, Vorstandsmitglied Rainer Werchner und Geschäftsführerin Felizitas Laun vertreten. Zum ersten Mal nahmen außer Klaus Mathey und Frau sowie Petra und Bernd Moos-Achenbach von der Achenbach Delikatessen Manufaktur keine weiteren Verbandsmitglieder die Reise nach Norwegen auf sich. Wegen des fehlenden Begleitprogramms blieben treue Kongress-Fans in der Heimat.

Grund zum Jubeln hatte die Delegation dank der erstklassigen Performance von Christine Baumann (siehe Kasten). Professionell unterstützt wurde sie in Stavanger von VKD-Mitglied Johannes Krahwinkel von Concept K. Die sympathische Jungköchin nutzte den Kongress, um ein Netzwerk zu ausländischen Kolleginnen und Kollegen aufzubauen. Gerne möchte sie in ihrem Lebenslauf einen Aufenthalt in Australien hinzufügen und sicherte sich in Stavanger schon Anlaufstationen in Singapur, Hong Kong und „Down Under“.

Die „Senioren“ im Kongress ließen sich von renommierten Referenten inspirieren, wie die Welternährung verbessert werden kann. Die Aktualität des Themas unterstrich der Brief an die Versammlung von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. „Der Einsatz von regionalen und nachhaltigen Lebensmitteln fördert das Überleben von kleinen Agrar- und Aquakulturbetrieben in der ganzen Welt“, lautete seine Botschaft. WACS-Präsident Gissur Gudmundsson ist sich sicher, mit dem „How to feed the planet“-Programm den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. „Köche können einen Teil dazu beitragen, die Welt zu retten“.

Auch Fachvorträge von Julian Cribb über Farming in Städten oder die Diskussion mit dem international bekannten Umweltschützer Tristam Stuart sorgten für Gesprächsstoff. Viel Applaus erhielten aber auch Redner wie Anita Cheng, Teammanagerin der Nationalmannschaft aus Hong Kong, und Motivationstrainer Bryan Dodge, der den Köchen zu einer Balance zwischen Arbeit und Berufsleben riet.

In Stavanger wurden außerdem die Kontinentaldirektoren für die nächsten vier Jahre gewählt. Der bisherige Amtsinhaber für Zentraleuropa, Miroslav Kubec aus Tschechien und damit für Deutschland zuständig, wurde wiedergewählt. Neu im Europateam sind Dragan Unic für Nord- und Domenico Maggi für Südeuropa. VKD-Mitglied Thomas Gugler, der in Saudi-Arabien lebt, ist weiterhin Kontinentaldirektor für Afrika und den Nahen Osten. Zum Austragungsort des WACS-Kongresses 2018 wurde die malaiische Hauptstadt Kuala Lumpur bestimmt, zuvor wird 2016 in Athen ein neues Präsidium gewählt.

VKD-Präsident Andreas Becker, der zum ersten Mal in dieser Funktion an einem WACS-Kongress teilnahm, war von dem Networking begeistert. Mit der Kampagne bei „United Against Waste“ sieht er sich auf dem richtigen Weg, das Image von Köchen verbessern zu können und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Fotos: Deborah Schuhmann


DRITTE im Finale der Young Chefs Challenge

Großer Jubel brach bei der deutschen WACS-Delegation während des WACS-Gala-Dinners aus. Christine Baumann (22) aus Hainfeld/Pfalz sicherte sich den dritten Platz der „Hans Bueschkens Young Chefs Challenge“. Um Titel und Pokal zu gewinnen, musste sie sich gegen fünf Köche aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, den USA, Italien, Dänemark und Indonesien in einem spannenden Finale durchsetzen. Alle Finalisten hatten ein hochwertiges 3-Gang-Menü für vier Personen zuzubereiten. Christine Baumanns Menü bestand aus Heilbutt-Tatar/Gurkengelee und Wasabicreme/Joghurtcreme in der Vorspeise, Striploin vom Kobe Beef und Basilikumkruste mit Erbsen, Tomaten und Ricotta im Hauptgericht sowie Valrhona-Schokolade und Tee im Dessert.

Besonders im Geschmack punktete sie und wurde nur knapp hinter Reilly Meeham (USA, Platz 2) und Kasper Christensen (Dänemark, Platz 1) Dritte.

„Von Christine Baumann wird die Branche noch viel Positives hören“, ist sich VKD-Präsident Andreas Becker sicher. Er war der erste Gratulant in Stavanger und stolz auf die fantasievolle Leistung.

Fotos: Deborah Schuhmann