Koch im Portrait: Es wird nie langweilig

Bildquelle: Ingo Hilger

Koch im Portrait

Es wird nie langweilig

In den Anfängen hatte Annette Hüser noch mit der Herstellung von Dressings zu kämpfen, heute gelingt es der Küchenleiterin des Pulheimer Caterers Kaiserschote, die Dressings sogar in Granatapfelkernen einzukapseln.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mein Vater hat in einer Molkerei gearbeitet, wo ich in den Sommerferien ausgeholfen habe. Ich hatte damals allerdings nichts mit der Produktion zu tun, sondern musste Warmwasserrohre isolieren.

Was waren Ihre allerersten Aufgaben in der Ausbildung?

Salate waschen, Kräuter hacken, Tomaten-Concassée schneiden und Dressings zubereiten. Dafür mussten wir erst eine Mayonnaise herstellen, bei der ich anfangs Schwierigkeiten hatte, eine Emulsion zustande zu bringen. Dazu brauchten wir manchmal zwei bis drei Anläufe.

Haben Sie sich den Beruf so vorgestellt, wie Sie ihn heute erleben?

Um ehrlich zu sein, hatte ich damals keine genauen Vorstellungen von dem Beruf. Heute kann ich mir nichts anderes mehr vorstellen. Es ist zwar ein sehr stressiger Job, aber ein Lob vom Gast entschädigt für vieles.

Was hat Sie bewogen, Köchin zu werden?

Ich habe gerne gekocht und gegessen und dachte, es wäre eine gute Idee dies zu meinem Beruf zu machen. Kein Tag ist wie der andere. Es wird nie langweilig. Immer wieder gibt es neue Herausforderungen. Man lernt viele interessante Menschen kennen.

Bitte ergänzen Sie die Frage: Der Beruf der Köchin erfordert heute…

... und schon immer Flexibilität, Kreativität, Belastbarkeit und offen zu sein für neue Produkte und Garmethoden. Heute haben immer mehr Gäste Lebensmittelunverträglichkeiten oder -allergien. Um das alles bei der Herstellung von Speisen zu berücksichtigen, sollte ein Koch schon fast eine diätische Schulung haben.

Gibt es Köchinnen/Köche, die Sie besonders inspirieren?

Jamie Oliver, er macht aus regionalen Produkten mit wenig Aufwand sehr leckere und gesunde Gerichte.

Was kochen Sie bevorzugt, wenn Sie Freunde zu Gast haben?

Gerichte welche sich gut vorbereiten lassen, damit wir viel Zeit zusammen verbringen können. Im Sommer wird natürlich gegrillt. Das ist immer sehr kommunikativ.

Welche Nahrungsmittel verarbeiten Sie am liebsten?

Ich bevorzuge frische und regionale Produkte und kaufe auch gern direkt auf dem Bauernhof oder beim Erzeuger ein.

Welchem Hobby gehen Sie in Ihrer Freizeit nach?

Da in diesem Beruf nicht viel Freizeit bleibt, versuche ich die wenige Zeit mit Freunden zu verbringen. Als Ausgleich für die Hektik im Betrieb genieße ich die Ruhe bei einem spannenden Buch oder einem Spaziergang.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Habe immer Spaß an dem was du tust, egal ob im Privaten oder im Berufsleben. Egal was du machst, mach es gerne oder lass es sein.

Welchen Luxus leisten Sie sich gelegentlich?

Ich gehe sehr gerne sehr gut essen.

Was würden Sie mit einem hohen Lottogewinn machen?

Erst eine Weltreise. Danach würde ich ein Bio-Catering eröffnen. Verwendet würden dann nur regionale und saisonale Produkte und zwar direkt vom Erzeuger. Und konsequent Bio bedeutet in allen Bereichen Bio, beispielsweise ausschließlich Ökostrom und nur biologisch abbaubare Reinigungsmittel.