Berufsbekleidung

Mehr Mode im Spind

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Für immer mehr Caterer ist Berufsbekleidung keine Nebensache mehr. Sie wissen, dass moderne und trendorientiert ausstaffierte Mitarbeiter ein positives Betriebs-Image transportieren.

Das Auge isst mit, trinkt mit, feiert mit, tagt mit. Aber viel zu oft wird dem Auge (oder besser: den Augen) in der Catering-Praxis übel mitgespielt – durch eine unmodisch-unpassende Bekleidung des Koch- und Servicepersonals, die in den schlimmsten Fällen geschäftsschädigende Folgen haben kann. Doch immer mehr Caterer nehmen das Bekleidungs-Thema ernst und behandeln es nicht (mehr) nebenbei.

Florian Hettler ist die Problematik wohl bekannt. Der Leiter Gesamtgastronomie und des Geschäftsbereiches Party & Catering bei Dallmayr – ausgerichtet auf bis zu 5.000 Gäste – betont: „Jeder Event lebt von Emotionen. Deshalb wollen wir uns und unsere Mitarbeiter nicht nur als Dienstleister, sondern als Gastgeber auftreten lassen.“ Hettler zufolge basiert die neue Dallmayr-Catering-Kollektion auf der allgemeinen Entwicklung „weg vom normalen Dienstleister und hin zum Lifestyle-orientierten Service“.

Genau das soll durch die neuen Uniformen unterstrichen werden, für die die Firma ACP Collection verantwortlich zeichnet.

Körpernahe Schnittformen gefragt

Diese Kollektion basiert auf den Farben Hellgrau und Elfenbein. Auf Bluse, Hemd und Kleid findet sich – jeweils oben am Kragen dezent gestickt – das silbergraue und runde Dallmayr-Logo. Für Martina Pühl-Bennewitz, Geschäftsführerin von ACP Collection, sind nach eigenen Worten gute Schnitte, gute Passformen und hervorragende Stoffe unverzichtbar. Dabei werde die Kollektion stets gemeinsam mit den Kunden entwickelt und im wahrsten Sinne des Wortes eng auf seine Bedürfnisse zugeschnitten.

Die Wünsche der Caterer und ihrer Mitarbeiter kreisen neuerdings öfter um körpernahe Schnittformen. Der optische Reiz der Berufsbekleidung ist eine Seite der Medaille, die Funktionalität eine andere. Kochjacken zum Beispiel sollten vor allem bequem, pflegeleicht und strapazierfähig sein. Ferner müssen sie temperaturabschirmende Merkmale aufweisen.

Im Küchen-Bereich ist unter anderem der Trend hin zu weniger Gewebegewicht und zu mehr Kochjacken in Damenschnitten auffällig. Hingegen scheinen sich weiße Kochjacken trotz farbiger Konkurrenz nicht aus den Küchen verdrängen zu lassen. Schließlich symbolisieren sie in besonderem Maße Hygiene, Reinheit und Frische.

Das Service-Personal bei Catering-Einsätzen ist hingegen viel häufiger als früher in trendigen Farben wie zum Beispiel leuchtendem Bordeaux, gedecktem Hellgrau, warmem Toffee-Braun und anderen eleganten Naturtönen zu sehen. Bei der Firma Hotelwäsche Erwin Müller und ihrer Berufsbekleidungsmarke Jobeline wurde Taupe als Trendfarbe für den Service ausgemacht; sie biete in Verbindung mit klassischem Weiß große Chancen für edle Arrangements.