Kaffee-Maschinen

Nicht kleckern, klotzen

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Kaffeemaschinen werden immer leistungsstärker. Die Hersteller rüsten digital auf. Darüber hinaus gibt es jedoch noch zahlreiche andere Faktoren, die beim Kauf einer Kaffeemaschine berücksichtigt werden müssen.

Leicht abgestandener Kaffee, der aus großen und manchmal zum Kleckern neigenden Thermoskannen in die Tassen und Becher der Gäste träufelt – dieses Bild gehört zwar immer noch nicht überall der Vergangenheit an, aber im Catering und im gastronomischen Tagungsgeschäft wird das Kaffee-Angebot immer professioneller. Und das ist gut so, denn die Gäste erwarten vor allem von Gastro-Profis eine gute Kaffee-Qualität. Das bedeutet für die Branche: Die Anforderungen nehmen zu. Und wer sie professionell erfüllt, sorgt nicht nur für zufriedene Gäste, sondern auch für höhere Umsätze. Dreh- und Angelpunkt dafür sind Kaffeemaschinen, gerne auch mit Mobilkonzepten. An Kaffeemaschinen besteht kein Mangel: Die Auswahl ist stattlich. Das machen auch die diesjährigen Fachmessen Internorga und Intergastra deutlich.

Dabei bemerkenswert: Die Kaffeemaschinen werden kontinuierlich leistungsstärker und digitalisierter. Stichpunkte in diesem Zusammenhang sind interaktive Bedienkonzepte per Touchscreen und das Einbinden mobiler Technologie etwa in Form leicht bedienbarer Apps. Wo die Kaffee-Reise hingegen könnte, hat WMF erstmals auf der Intergastra in Stuttgart gezeigt: „Future in a Box“, heißt das Projekt, bei dem deutlich werden soll, was durch den Einsatz moderner 4.0-Technologien möglich wird. „Wir wollen für unsere Kunden nicht nur der Datensammler sein. Unser Ziel ist es, für die vielfältigen Anwendungsbereiche mobiler, internetbasierter Konzepte eine zentrale Service- und Analyse-Plattform zu bieten“, erläutert Melanie Nolte, Head of Marketing WMF Kaffeemaschinen. Per Touch-Screen konnten die Messebesucher an einer überdimensonierten Box neu entwickelte Business Apps, beispielsweise zur Rezeptgenerierung von Getränken, auf dem Smartphone sowie die nahtlose I ntegration von Online-Bezahlsystemen wie PayPal & Co. abrufen. Hinzu kommen Services zur schnellen und sicheren Einbindung von Kaffeevollautomaten in standortübergreifende Netzwerke via GPRS oder künftig auch die direkte Kommunikation mit der Kaffeemaschine und Mobile Devices über Bluetooth. „Darüber hinaus gehören Lösungspakete für den effizienten Einsatz von Telemetrie-Methoden zu den Future in a Box-Services“, so das Unternehmen.

Die Telemetrie hält Einzug

Kaffee Partner hat seine Kaffeevollautomaten mit einer integrierten telemetrischen Anbindung ausgestattet. „Auf diese Weise können unter anderem Produkteinstellungen und Dosierveränderungen am Automaten per Funk vorgenommen werden – wer seinen Kaffee etwas stärker haben möchte, bekommt ihn innerhalb von Minuten. Aufwändige Besuche der Service-Techniker und damit verbundene Wartezeiten entfallen völlig“, erklärt Marketing-Teamleiterin Caterina Kahlo.

Ein anderes Beispiel ist Jura Gastro: Das Unternehmen will mit „Jura Smart Collect“ neue Kommunikationswege zwischen Maschine und Anwender beschreiten. Gastronomen und Caterer, die Vollautomaten der Giga-Professional-Linie benutzen, sollen dank des elektronischen Zubereitungszählers absolute Kalkulationssicherheit erhalten. Nach diesem Prinzip funktioniert gleichermaßen der Pflege- und Reinigungszähler.