Tiefkühlkost

Keine Berührungsängste

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Tiefkühlprodukte sind weiter auf Erfolgskurs – erst recht im Außer-Haus-Markt. Die differenzierteren Ernährungsformen der Konsumenten spiegeln sich auch bei den Tiefkühlprodukten wider.

Manchmal wird der Caterer zum Lehrer. Immer wieder wird Ferdinand W. Patzer von Patzer´s Partyservice mit Sitz in Syke bei Bremen von kritischen Kunden darauf angesprochen, ob das denn unbedingt sein müsse mit der Tiefkühlkost. Frisch zu kochen, das sei doch viel gesünder und überhaupt. Dann leistet der Unternehmer geduldig Aufklärungsunterricht und verdeutlicht, warum er mit einem völlig ruhigen Gewissen auf Tiefkühlkost zurück greift.

Dass Patzer bei diesem Thema keinerlei Berührungsängste verspürt, hat inzwischen auch andere Caterer motiviert, in Sachen „Tiefkühlkost“ mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg zu halten. Denn immerhin ist Patzer nicht nur ein – zumindest in Norddeutschland – bekannter Caterer, sondern außerdem Präsident des Partyservice-Bundes Deutschland, des nach eigenen Angaben größten Branchen- und Berufsfachverbandes. Eines der Argumente des Praktikers und Verbandschefs: „Tiefkühlkost erhöht den Spielraum der Menschen und ebenso meinen Spielraum als Koch, der TK einsetzt und dennoch marktfrische Produkte verwendet.“

Der Einsatz von Tiefkühlkost bedeute schließlich im Grunde genommen nichts anderes, als dass den Köchen die Arbeit erleichtert werde, indem sie zum Beispiel nicht mehr Gemüse waschen und putzen müssten. Nach Meinung von Ferdinand W. Patzer haben sie dann also Zeit für andere, wichtigere Dinge in der Küche. Nicht zuletzt der Fachkräftemangel im Gastgewerbe unterstütze den Trend zu Tiefkühlprodukten.

Der Pro-Kopf-Verbrauch steigt

Auch für Patzer ist Frischware das Optimum: „Ich verwende Frischware, so häufig es geht“, betont er. Aber: „Das geht nun einmal nicht immer und wenn es nicht geht, so ist das überhaupt kein Drama, weil TK eben sehr viele Vorteile hat.“

Über diese offenen Worte freut sich Dr. Sabine Eichner kraft Amtes sehr. Sie ist Geschäftsführerin des Deutschen Tiefkühl-Institutes (dti) und kann noch andere Pluspunkte der Tiefkühlkost ins Feld führen.

Einer von ihnen deckt sich mit dem Zeitgeist, der nach einer gesundheitsbewussten Ernährung verlangt. Die dti-Chefin gibt ein Beispiel: „Tiefkühlprodukte einschließlich der TK-Fertiggerichte kommen in der Regel ohne Konservierungsstoffe aus, weil die Konservierung bereits durch die niedrigen Temperaturen von mindestens minus 18 Grad oder kälter erfolgt. Deshalb ist der Zusatz von Konservierungsstoffen nicht erforderlich, um das TK-Produkt länger haltbar zu machen.“