IKA

Olympisches Catering

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Die Olympiade der Köche, das im Vierjahres-Rhythmus stattfindende kulinarische Kräftemessen von Köchen aus aller Welt, hat sich inzwischen auch zu einem hochkarätigen Wettbewerb unter Catering-Köchen entwickelt.

Was erst vor wenigen Jahren mit der Einführung der Kategorie Gemeinschaftsverpflegung bei der IKA begann, hat sich 2016 zu einem echten HighligHt des alle vier Jahre stattfindenden Turniers entwickelt. In diesem Jahr traten neben den Nationalmannschaften aus insgesamt 59 Nationen auch zahlreiche Catering-Teams aus fast allen Segmenten des CateringS in Erfurt an. Dabei hat es aktuell nur Dänemark zu einer echten eigenen Catering-Nationalmannschaft gebracht. Die anderen Teams der Gemeinschaftsverpflegung rekrutierten sich aus einzelnen Catering-Unternehmen oder aus Teams von Schulen und anderen Institutionen. Doch woher sie auch kamen, hochmotiviert waren alle. An den vier Wettbewerbstagen traten jeweils drei bis vier Mannschaften um den IKA Team Award 2016 – Community Catering an. In komplett ausgestatteten Küchen und Essensausgaben im Wettbewerbsrestaurant galt es, eine Mittagsaktion zum kulinarischen Thema „ein typisches Landesgericht“ zu konzipieren, zu planen, zu organisieren und durchzuführen; inklusive Kalkulation, Warenanforderung, Rezepturen, Nährwertberechnung, Zubereitung und Dekoration der Essensausgabe.

Die Teams hatten fünf Stunden Zeit, für ihre jeweils 150 Gäste zu kochen. Das Essen wurde dann in Selbstbedienung per Free-Flow-System serviert. Vorgeschriebene Menü-Bestandteile waren: Eine Suppe, zwei Fleischgänge oder ein Fleisch- und ein Fischgang, ein vegetarischer Gang, zwei Sättigungs- und zwei Gemüsebeilagen. Dazu das Salat-Büffet und ein Dessert. Das komplette Menü muss, mit Ausnahme des Desserts, auf dem Service-Tablett Platz finden können. Sehr genau vorgeschrieben wurde, was für den Wettbewerb vorbereitet und welche Convenience-Produkte verwendet werden durften.

Vor diesem Hintergrund zeigten die internationalen Mannschaften aus Catering und Gemeinschaftsverpflegung im Rahmen der diesjährigen Olympiade der Köche auf breiter Front ihr Können. Waren 2012 nur acht Mannschaften gemeldet und sechs angetreten, so zeigten in diesem Jahr 19 Mannschaften aus aller Welt, was sie in Sachen Kulinarik alles können. So musste sich so manche Nationalmannschaft aus den angetretenen 59 Nationen erstmals daran gewöhnen, dass sie nicht die einzigen waren, die ihre Länder im Rahmen der Olympiade der Köche (IKA) vertraten.

Die relativ bunte Mischung von Teams in dieser Kategorie ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Zahl der GV-Mitstreiter pro Land bisher nicht begrenzt ist und es auch keine Vorschriften darüber gibt, ob sie von Catering-Unternehmen gestellt oder beispielsweise von Schulen geschickt werden. Einzige Bedingung ist, dass sie von einem Unternehmen oder einer Institution kommen. Der Run der Köche in den Unternehmen auf einen Platz in der Wettbewerbsmannschaft war immens, das berichteten die Verantwortlichen aller Mannschaften. Deshalb gestaltete sich die Vorauswahl der vier Köche, die letztlich in der gläsernen Showküche der IKA pro Mannschaft kochen durften, oft recht aufwändig. Das ging hin zu regelrechten Ausscheidungswettkämpfen, in deren Rahmen sich die Kandidaten qualifizieren mussten. In den USA beispielsweise gab es unter den Militärköchen im Rahmen des sogenannten Culinary Center of Excellence einen echten Vorentscheid. In den meisten Ländern begannen die konkreten Vorbereitungen für die Community Catering Award bereits vor zwei Jahren.