L & D Catering Bonn

Alles neu, alles anders

Der Bonner Caterer L & D versorgt seit Anfang des Jahres die Mitarbeiter des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in einem nagelneuen Betriebs-Restaurant mit einem innovativen Konzept.

Wenn im Schnitt 90 Prozent der Mitarbeiter die hauseigene Betriebsgastronomie aufsuchen, dann spricht das für sich. Von solch einer Quote können andere nur träumen. Beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. (DSGV) in Bonn ist das Realität. Aber das verwundert auch nicht, denn das Free Flow-Restaurant mit Front Cooking-Elementen, das seit Anfang des Jahres am Start ist, kann sich sehen lassen. Verantwortlich fürs Catering ist L & D.

Bereits 2014 begannen die Planungen. Die Unternehmensberatung Kuchanny, spezialisiert auf Großküchen-Projekte, wurde beauftragt, die neue Kantine an die vielfältige Nutzung einer Betriebs-, Seminar- und Akademiebewirtschaftung anzupassen. „Wir bieten alles aus einer Hand“, sagt Dieter W. Kuchanny. Das Unternehmen verfügt nicht nur über Catering-Manager, sondern hat auch Küchenmeister, Oecotrophologen, Planungsingenieure und Architekten.

Neben den 180 bis 200 Mitarbeitern täglich werden jährlich auch zahlreiche Seminarteilnehmer, die im Haus des Verbandes ein und aus gehen, versorgt. Hinzu kommen regelmäßige Treffen von Führungskräften, die im exklusiven Konferenz-Bereich unter dem Dach per Bufett und Menü kulinarisch auf ihre Kosten kommen sollen. Gekocht und zubereitet wird in der neuen Küche im Untergeschoss, wo sich auch das Betriebsrestaurant befindet. Oben ist lediglich eine Satellitenküche, in der nur noch die letzten Handgriffe vor dem Servieren getätigt werden.

Nach der Entkernung der 20 Jahre alten Großküche, der Spülküche, sämtlicher Lagerbereiche und der Speisenausgabe, begann im Sommer 2015 die Neueinrichtung der Verpflegungsbereiche.

Gleichzeitig zog mit L & D ein neuer Caterer ein und löste die Compass-Group ab. „Das Konzept hat uns überzeugt“, teilt Peter Zündorf, Leiter Technischer Service DSGV, mit. Vor allem auch, weil bei L & D Aspekte wie Nachhaltigkeit, Regionalität und Frische eine große Rolle spielen.

Bereits in der Umbauphase musste sich der Bonner Caterer beweisen, denn dann ging es darum, eine Interims-Verpflegung auf die Beine zu stellen. Gemeinsam mit dem Unternehmen Kuchanny und Bilfinger-Profimiet sei dies mehr als gut gelungen, informiert Zündorf. Kein leichtes Unterfangen, denn letztlich sollten die Mitarbeiter trotz Großbaustelle auch weiterhin gut versorgt werden.

Die Durststrecke hat sich gelohnt. Die Kolleginnen und Kollegen seien sehr zufrieden mit dem neuen Betriebsrestaurant, so Zündorf und verweist auf die hohe Besucherquote. Die Mischung aus Free-Flow, Bedienung und Front-Cooking, aber auch die Aktionen kommen an. So gibt es insgesamt acht Themenwochen im Jahr (z.B. Leichte Lieblingsküche-Brigitte-Diät, Neuer Trend Streetfood, Cooler Kohl, Kulinarisches Kino). Mit dem Slogan „Wir sind die Neuen“ will der Caterer an der Salattheke besondere Akzente setzen. Hier gibt es hausgemachte Salat-Variationen sowie Brötchen, Bagels und Sandwiches mit hausgemachten Belägen und Frischkäsecremes – auch zum Mitnehmen, mit dem so genannten +Punkt-Logo versehen, das für lecker-leichten Genuss steht.

Ein weiteres Highlight sei die frisch zubereitete Pizza, teilt L & D-Regionalleiter Daniel Steinert mit. Auf Grund der großen Nachfrage wird sie zwei Mal wöchentlich, alternativ angeboten. Der Teig wird frisch im L & D-Produktionsbetrieb vorbereitet. Das Besondere: Der Gast kann den Belag selbst bestimmen. Auch Vegetarier und Veganer greifen hier dann gerne zu. Die italienischen Ambitionen kommen nicht von ungefähr, denn seit 2003 kooperiert L & D mit Camst, einem der größten italienischen Caterer mit Sitz in Bologna. „Das ermöglicht italienischen Genuss nach mediterranen Originalrezepturen“, so Steinert.

Wer weniger auf Pizza oder Pasta steht und womöglich gerade auf seine Linie achtet, der hat mehrmals in der Woche die Möglichkeit, ein +Punkt-Gericht zu ordern. Mehr als 700 kcal sind dann nicht drin. Für den DSGV zählt die Betriebsversorgung zum Gesundheits-Management. Auch das war für den Abteilungsdirektor Zündorf mit ein Grund, sich für L & D zu entscheiden. Bio-Produkte spielen allerdings so gut wie keine Rolle. Wie in anderen Betriebsrestaurants sind die meisten Mitarbeiter nicht bereit, einen höheren Preis für Bio-Speisen zu bezahlen. Allerdings kommen zahlreiche Bio-Komponenten, wie beispielsweise Nudeln oder Gemüsemischungen zum Einsatz. Auf eine Zertifizierung in diese Richtung hat L & D bisher verzichtet. Man setze eher auf Regionalität, so Steinert. Eingekauft wird deshalb auch möglichst nicht bei den üblichen Großlieferanten. Der regionale Metzger, Bäcker sowie der Obst- und Gemüsehändler können sich daher freuen. Ganz auf den Großhandel verzichten kann L & D natürlich nicht. Aber man habe sich mit Absicht für die EGV in Unna, einem Mittelständler, entschieden. Dennoch halten sich die Preise im Rahmen.

Ein Einzelessen kostet zwischen 4,90 und 7,50 Euro. Das sind die Preise, die Gäste von außerhalb zahlen müssen. Genutzt wird dieses Angebot beispielsweise von Mitarbeitern der Deutschen Krebshilfe, die von nebenan zum Mittagessen in das Betriebsrestaurant kommen. Die Mitarbeiter können so genannte Restaurant-Schecks nutzen. Dahinter verbirgt sich eine vom Arbeitgeber subventionierte bargeldlose Bezahlmöglichkeit, was das Essen natürlich deutlich günstiger macht.

Insgesamt sorgen neun Mitarbeiter von L & D vor Ort dafür, dass das Betriebsrestaurant läuft und auch zu Stoßzeiten keiner lange auf sein Essen warten muss.